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Stärkung des Französischunterrichts in den deutschsprachigen Ländern. Hauptorganisatoren des Seminars waren die Sektionen der AMOPA Norwegens und Finnlands (unter Leitung von Herrn Rolf Tobiassen, Frau Turid Henriksen und Frau Claude Anttila), die sehr positive Erfahrungen mit einer solchen Tagung in den nordischen Ländern gemacht hatten und diese Idee gerne auf weitere Regionen übertragen wollten. Die Organisation vor Ort übernahmen die Französische Botschaft (Monsieur Arnaud Sète), die Section de l’Allemagne du Nord der AMOPA (Frau Dr. Christine Kaiser) und der Landesvorstand Berlin der VdF  (Frau Dr. Elke Philipp).

Die Teilnehmer/-innen kamen aus Norwegen, Finnland, Deutschland und der Schweiz.
Nach Grußworten der Französischen Botschaft überbracht durch Emmanuel Suard, der Senatsverwaltung  für Bildung, Jugend und Wissenschaft überbracht durch Frau Corinna Wesche und des Président der AMOPA France überbracht durch Rolf Tobiassen ging es zunächst um die gegenseitige Information.

Arnaud Sète, Attaché Fédéral de Coopération pour le Francais à l'Ambassade de France en Allemagne, informierte in seinem Beitrag über die politischen Verflechtungen Deutschlands und Frankreichs, wobei er auf die Bedeutung des Traité de l'Elysée hinwies. Auf besonderes Interesse stießen seine Ausführungen zur Entwicklung der Lernerzahlen für die jeweilige Partnersprache und deren starke Abhängigkeit von politischen Entscheidungen.

Anne Jardin stellte anschließend die Programme des OFAJ vor. Ein Beispiel aus Berlin, die Institution der tables rondes mit Vertretern aller Akteure des Französischlernens in der Stadt, präsentierte Kristine Deharde für den Landesvorstand der VdF. Die Aktivitäten des FranceMobil rundeten das Bild ab, das inbesondere den Fokus auf Deutschland hatte.

Christophe Zimmerli, Président de l'Association Suisse des Professeurs de Francais (ASPF), zeigte in seinem Beitrag die besondere Situation in der Schweiz mit vier Landessprachen und einer großen Zersplitterung in 26 Kantone mit 26 Bildungsministerien auf.

In den Diskussionen wurde thematisiert, dass die heutige Globalisierung mit der Sprachenvielfalt das Erlernen von anderen Sprachen als der des Nachbarlandes ermöglicht. Es wurde überlegt, wie Französisch als zweite bzw. dritte Fremdsprache weiterhin einen festen Platz behalten kann. Zu wenig bekannt sind oft, die zusätzlichen Chancen, die Französisch auf dem Arbeitsmarkt (nicht nur in Europa, sondern in der gesamten frankophonen Welt) eröffnet. Dazu zählen u. a. die deutsch-französischen Studiengänge und Abschlüsse, die eine doppelte Qualifikation ermöglichen.

Die vielen konstruktiven Beispiele regten die Vertreter der AMOPA in Norwegen, Rolf Tobiassen und Turid Henriksen an, sie als Anregungen in Ihrem Land aufzunehmen.

Letztlich sei noch auf eine Seite hingewiesen, die von der Präsidentin der AMOPA in Finnland, Frau Claude Anttila, zusammen mit Rolf Tobiassen aufgebaut und gepflegt wird: http://pourlefrancais.com. Neben Argumenten für das Französischlernen bietet diese Seite umfangreiche Materialien und Links für den Französischunterricht, die auch um bewährtes Material z. B. aus Ihrem Unterricht erweiterbar ist.